Auszug aus der Versammlung vom 7. Juli 2026
Bürgerfragen und Diskussion
Hitzeschutz in den Kindergärten
Eine Mutter schilderte die schwierige Situation während der Hitzeperiode im Sommer. Trotz
des großen Engagements der Erzieherinnen seien die Gruppenräume bereits am Vormittag
stark aufgeheizt gewesen. Die Kinder hätten zwar möglichst früh den Außenbereich
genutzt, mussten jedoch bereits gegen Vormittag wieder in die überhitzten Räume
zurückkehren. Dies sei sowohl für die Kinder als auch für das Personal eine erhebliche
Belastung gewesen.
Sie regte an, gemeinsam mit den Kindergartenträgern frühzeitig Hitzeschutzkonzepte zu
entwickeln. Diskutiert wurden unter anderem Verschattung, Sonnenschutzfolien und
weitere technische Möglichkeiten.
Der Bürgermeister zeigte Verständnis für die Situation. Er verwies darauf, dass zunächst die
jeweiligen Träger verantwortlich seien, sagte jedoch zu, das Thema gemeinsam mit ihnen
aufzugreifen und mögliche Lösungen zu unterstützen.
Aus der Diskussion wurde deutlich, dass Hitzeschutz künftig alle Kindertageseinrichtungen
vor ähnliche Herausforderungen stellen dürfte.
Zukunft der Grundschule Oberöwisheim
Aus dem Kreis der Besucher wurde nach der langfristigen Zukunft der Grundschule
Oberöwisheim gefragt.
Der Bürgermeister betonte, dass derzeit keinerlei Entscheidung über eine Schließung der
Schule bestehe. Die zuvor erläuterten Überlegungen seien ausschließlich hypothetische
Szenarien für den Fall sinkender Schülerzahlen oder umfangreicher Sanierungsmaßnahmen
gewesen.
Er verwies darauf, dass eine grundlegende Sanierung des Schulgebäudes einen 1-2 jährigen
Auszug der Schule erforderlich machen könnte. Als Beispiel nannte er die Grundschule in
Bretten-Büchig, bei der nach einer längeren Umbauphase der Schulbetrieb letztlich nicht
wieder aufgenommen worden sei. Daraus leitete er die Überlegung ab, dass auch bei einer
längeren Auslagerung der Grundschule Oberöwisheim die spätere Wiederaufnahme des
Schulbetriebs sorgfältig geprüft werden müsse.
Einordnung der Protokollführerin zur Grundschule Oberöwisheim:
Der vom Bürgermeister gezogene Vergleich mit der Grundschule Bretten-Büchig erscheint
nur eingeschränkt auf Oberöwisheim übertragbar. Während Büchig rund 1.500 Einwohner
zählt, umfasst der gemeinsame Grundschulbezirk Oberöwisheim und Neuenbürg rund 2.600
Einwohner und weist damit eine deutlich andere Ausgangssituation auf.
Unabhängig von möglichen zukünftigen Entwicklungen kommt einer wohnortnahen
Grundschule gerade im Grundschulalter eine besondere Bedeutung zu. Der tägliche
Schulweg zu Fuß ermöglicht Kindern, Selbstständigkeit zu entwickeln, sich im eigenen
Wohnumfeld zu orientieren und soziale Kontakte zu pflegen. Diese Erfahrungen sind ein
wichtiger Bestandteil des Aufwachsens.
Ebenfalls nicht angesprochen wurde, dass das Schulgebäude in Oberöwisheim in den
vergangenen Jahren bereits im Bereich der gesamten Vorderfront umfassend saniert wurde.
Dieser Umstand könnte bei zukünftigen Überlegungen zur baulichen Entwicklung ebenfalls
berücksichtigt werden.
Zudem soll die angrenzende Sporthalle nach Aussage des Bürgermeisters unabhängig von
der Zukunft des Schulgebäudes für die Vereine erhalten bleiben. Die zwischen Sporthalle
und Schulgebäude gelegenen Sanitäranlagen würden nach heutigem Stand ohnehin einer
grundlegenden Sanierung bedürfen. Vor diesem Hintergrund könnten sich bei einer
gemeinsamen Sanierung des Gebäudekomplexes Synergieeffekte ergeben, die bei einer
späteren Entscheidungsfindung berücksichtigt werden sollten.
Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob eine mögliche Aufgabe des Schulstandorts
zugunsten weiterer Wohnbebauung langfristig tatsächlich zu einer Entlastung führen
würde. Zusätzlicher Wohnraum könnte mittel- bis langfristig wiederum zu steigenden
Einwohner- und Schülerzahlen führen. Alternativ könnten auch Maßnahmen zur
Innenentwicklung – beispielsweise die Aktivierung des vorhandenen Leerstands im
Ortskern oder die Ausweisung weiterer Baugebiete – in zukünftige Überlegungen
einbezogen werden.
Verkehrssituation in der Neuenwegstraße in Oberöwisheim
Mehrere Bürger schilderten die angespannte Verkehrssituation in der **Neuenwegstraße**.
Besonders kritisiert wurden parkende Fahrzeuge entlang der Straße, wodurch
Begegnungsverkehr häufig nur schwer möglich sei. Teilweise müssten Fahrzeuge weit
zurücksetzen, um Gegenverkehr passieren zu lassen.
Ebenfalls angesprochen wurde, dass vorhandene Hofeinfahrten vielfach nicht genutzt
würden und stattdessen dauerhaft auf der Straße geparkt werde
Darüber hinaus wurde auf die äußerst schmalen Gehwege hingewiesen. An **drei
Engstellen** seien diese **kaum breiter als ein Grundschulranzen**. Ein Begegnungsverkehr
mit Kinderwagen oder Rollstuhl sei dort praktisch nicht möglich. Teilweise müssten
Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen. Die Anwesenden wiesen darauf hin, dass dies
insbesondere für Grundschulkinder auf ihrem täglichen Schulweg ein erhebliches
Sicherheitsrisiko darstelle.
Der Bürgermeister erklärte, dass die Problematik bekannt sei und regelmäßig gemeinsam
mit der Verkehrsbehörde im Rahmen von Verkehrsschauen behandelt werde. Aufgrund der
engen Straßenverhältnisse gebe es jedoch keine einfachen Lösungen. Die Verwaltung
werde die Situation weiterhin prüfen und nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen.
Protokoll von Kornelia Altdörfer, 2. August 2026
