Wir Grünen-Gemeinderäte danken allen Mitarbeitenden in der Verwaltung, die am Energiebericht 2025 mitgewirkt haben.
Wir sind in Kraichtal auf dem richtigen Weg, mit den ersten eingeschlagenen Schritten die Ursachen des Klimawandels zu mindern. In den letzten Jahren wurde zunächst viel personelle Energie investiert, um Grundlagen zu schaffen, die für das Energiemanagement, Wärmeplanungen und Quartierskonzepte unverzichtbar sind.
Der nun vorliegende 3. Energiebericht für Kraichtal zeigt den Gesamtverbrauch der Stadt Kraichtal an Wärme, Strom und Wasser sowie die dafür entstandenen Kosten auf.
Wenn man die Zahlen mit dem Jahr 2023, dem Jahr des ersten Energieberichtes, vergleicht, kann man Folgendes feststellen:
- Der Wärmeenergie-Verbrauch ist um 359.784 kWh = 8,2% und die Kosten sind um 49.505 € = 11,3 % gestiegen.
- Der Gebäudestrom-Verbrauch ist um 106.882 kWh = 12,9 % gestiegen und die Kosten sind um 93.760 € = 30,7 % gesunken.
- Der Wasserverbrauch ist um 964 m³ = 7,2 % und die Kosten sind um 19.084 € = 16,2 % gestiegen.
Fazit: In den letzten drei Jahren haben wir mehr Wasser und Wärmeenergie verbraucht und entsprechend mehr dafür bezahlt, während sich die Stromkosten trotz Mehrverbrauch verringert haben. Wasser, Erdgas und Erdöl sind prozentual teurer geworden,
Betrachtet man den Wärmeverbrauch nach Energieträgern, so muss man feststellen, dass wir keinerlei Fortschritt in den letzten drei Jahren erzielt haben. Der Anteil an erneuerbaren Energien (Hackschnitzel, Pellets und Fernwärme) bleibt unverändert bei einem Anteil von mageren 6%. Rechnet man den Heizstrom (Nachtspeicherheizungen) hinzu, erhöht sich der Anteil auf 12%, weil die Stadt 100% Ökostrom bezieht*.
Die kreisangehörigen Kommunen haben sich zum Ziel gesetzt, bereits im Jahr 2035 klimaneutral zu sein.
Es bleiben uns noch 9 Jahre, um den Anteil an erneuerbaren Energien für die Wärmeversorgung der städtischen Gebäude bzw. Einrichtungen von heute 6% auf 100% zu steigern. Wenn wir wie bisher weitermachen, werden wir das Ziel nicht erreichen.
Der nächste Energiebericht für das Jahr 2026 muss deshalb neben den Erhebungen von Gesamtverbräuchen und -energiekosten auch konkrete Zahlen für jedes kommunale Gebäude enthalten. Damit können wichtige Ansatzpunkte für energetische Sanierungsmaßnahmen aufgezeigt werden, so dass der Gemeinderat eine Priorisierung beschließen kann.
*Quelle:
Energiebericht 2025 der Stadt Kraichtal, S. 16
Den ganzen Bericht findet man im Sitzungsportal:
https://kraichtal-sitzungsdienst.komm.one/bi/getfile.asp?id=28130&type=do
