Gemeineratssitzung vom 20.05.2026, Gewerbefläche „Gochsheimer Grund“ in Menzingen

Top 4, Teiländerung des Flächennutzungsplans

Top 5, Bebauungsplan, Aufstellungsbeschluss

Top 6, Baulandumlegung, Bildung eines Umlegungsausschusses

 

Wir fassen unsere Antworten zu Top 4-6 zusammen.

Die Stadt Kraichtal erschließt parallel das Gewerbegebiet „Brückle“ in Unteröwisheim mit dem Gewerbegebiet „Gochsheimer Grund“ in Menzingen.     

Wir begrüßen die Entwürfe und Planungsansätze um die Flächen so ökologisch und nachhaltig wie möglich zu entwickeln.

Darüber hinaus ist eine intensive Begleitung notwendig um die flexibel gestaltbaren Flächen optimal zu nutzen und Betriebe angesiedelt werden, die zu uns passen. Dafür sollten wir unsere Ressourcen in der Verwaltung bündeln. Die Sachgebiete Hauptamt (Wirtschaftsförderung) und Baurecht&Planung (Bebauungspläne, Stadtentwicklung) müssen eng zusammenarbeiten und direkte Kontakte zu den Bewerbern suchen und pflegen damit auch Synergien entstehen können.

Zugegeben ist das bauen auf der grünen Wiese der einfachere und meistens auch der schnellere Weg. Nachhaltiger und günstiger ist er sicher nicht.

Bevor wir weitere Flächen versiegeln müssen wir uns mehr und intensiver um Alternativen bemühen. Hier sehen wir in Kraichtal erheblichen Bedarf aber auch viel ungenutztes Potential. Brachliegende nicht mehr genutzte oder zweckentfremdete Gewerbeflächen gibt es in Münzesheim, Oberacker und Menzingen. Wenn wir den Bestand neu ordnen und überplanen wäre dies ein Gewinn für uns alle.

Größere Innerstädtische Flächen in Münzesheim, Gochsheim und Oberöwisheim sind es Wert sich mal genauer mit ihnen zu beschäftigen. Auch hier (siehe Bauinteressenten) ist ein enger und fortwährender Kontakt die Voraussetzung des Erfolges.

Bei der Bürgerbeteiligung zur GEK waren auch aus der Bürgerschaft Anregungen und Wünsche zu einem städtischen Gebäudemanagement aufgekommen.

In diesem Kontext sehen wir eine gute Gelegenheit gekommen einen Teil der Gewerbeflächen im Gewerbegebiet in Menzingen für einen Standort, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz zusammen mit einem Feuerwehrstandort „Kraichtal Ost“ bereit zu stellen und zu entwickeln. Die weiterhin selbstständigen Abteilungen in Menzingen, Bahnbrücken und Landshausen nutzen dann gemeinsam ein modernes und auf dem neuesten Stand der Technik errichtetes Gebäude. Inklusive ausreichende Parkmöglichkeiten für die Feuerwehrangehörigen.

Bisher sind Standortüberlegungen schon an der Suche nach geeigneten Grundstücken gescheitert. Nun bietet sich in Menzingen eine zeitnahe und realistische Umsetzung an. 

Parallel zur Flächenentwicklung sollte der in der Fortschreibung befindliche Feuerwehrbedarfsplan um dieses wichtige Thema erweitert werden. Idealerweise können entsprechende Mittel bereits im nächsten Haushalt berücksichtigt werden.

Für die Finanzierung eines solchen Zukunftsprojektes können die Sanierungs- und Erhaltungskosten für drei historische Gebäude gegengerechnet werden. Die neue Landes- und Bundesregierung haben das Thema Zivil- und Katastrophenschutz weit vorne priorisiert und wollen dies mit erheblichen Finanzmitteln fördern. Diese Gelegenheit sollten wir nutzen damit wir in Kraichtal davon profitieren können.